Hallo, laut den Feedbacks sollen die Kurs ja wirklich eine Steigerung des Fahrkönnens/Einschätzung haben. Nur kann ich, sowie der Rest meines Freundes/Bekanntenkreises, die abartig hohen Preise schlichtweg nicht verstehen. Diese Kurse besuchen Neulenker die grösstenteils im Alter von 18-25 Jahre sind. Da sind 380.- pro Kurs extrem viel. Es betreut ja jeweils nur ein Moderator eine Grupee an 12 Personen? Was auch gar nicht zu verstehen ist, dass am Wochenende die Preise nochmal erhoben werden? Die meisten können ja jeweils nur am Wochende und das so schamlos auszunutzen ist ein no-go.
Evtl. gibt es ja eine Begründung für die hohen Preise?! Natürlich muss der Kursleiter und der Platz auch irgendwie finanziert werden. Aber mit diesen Preisen wir dies ja ums mehrfache wett gemacht?!
Hallo Jonny
Danke für Ihren Gästebucheintrag. Ich bin froh, dass Sie sich die Mühe gemacht haben, Ihren Unmut in unserem Gästebuch kundzutun. So habe ich die Gelegenheit dazu Stellung zu nehmen und einiges ins richtige Licht zu rücken.
Ich gebe Ihnen Recht, CHF 380.- für einen Kurstag sind für unsere Kunden, welche grösstenteils zwischen 18 und 25 Jahre alt sind, auf den ersten Blick viel Geld.
Trotzdem kann ich Ihnen versichern (und auch belegen), dass es sich dabei keinesfalls um eine ?Abzockerei? handelt. Im Gegenteil unser effektiver Verdienst ist sehr bescheiden.
Sie sprechen von Kurskosten von CHF 380.- pro Tag. Dabei handelt es sich um den regulären Samstagstarif ohne Rabatt, welcher höher angesetzt ist, weil wir unseren Moderatoren an Samstagen auch mehr bezahlen müssen, da sie sonst nicht zur Verfügung stehen würden.
Aber selbst diejenigen Kursteilnehmer, die beide Kurse bei uns und an Samstagen besuchen, kommen immer noch in den Genuss einer Vergünstigung von CHF 20.- pro Kurstag.
Werden die Kurse an Wochentagen besucht (und dies ist die grosse Mehrheit) so kostet der erste Kurstag regulär CHF 350.- und bei Besuch von beiden Modulen bei uns, netto CHF 330.-.
Mit Ihrem zweit letzten Satz sprechen Sie etwas sehr Wesentliches an, was genau die Problematik der hohen Preise trifft.
Der Gesetzgeber schreibt sehr präzise vor, wie eine solche Fahranlage konzipiert sein muss und was sie alles enthalten muss.
Um unsere Anlage in Lyss vorschriftsgemäss realisieren zu können, mussten wir CHF 4 Mio. investieren. Allein um diese Investitionen verzinsen und amortisieren zu können entsteht schon ein beachtlicher jährlicher Finanzaufwand, welcher natürlich auf die Kurskosten geschlagen werden muss.
Sie erwähnen korrekterweise in Ihrem Mail den Kursleiter, welcher eine Gruppe von 12 Teilnehmern betreut und entsprechend finanziert werden muss.
Neben dem Kursleiter, welcher sichtbar die Gruppe betreut, braucht es aber noch mehrere Personalpositionen, welche im Hintergrund und deshalb auch unsichtbar tätig sind. Sie kümmern sich um das ganze Kurswesen und was damit zusammenhängt: Kursadministration, Reservation und Umbuchungen, Rechnungswesen inkl. Inkasso- und Mahnwesen, Ausstellen von Teilnahme-Bestätigungen, Buchhaltung, Disposition von Kursleitern und Moderatoren, Qualitätssicherung, Weiterbildung von Kursleitern und Moderatoren, Platz- und Gebäudewartung, Fahrzeugwartung, Erteilen von telefonischen und schriftlichen Auskünften, Beantworten von Fragen im Gästebuch und vieles mehr.
Und auch diese Leute müssen natürlich für ihre Arbeit bezahlt werden.
Ich kann Ihnen allerdings versichern, dass wir nach Abzug aller Kosten einen sehr moderaten Gewinn pro Kursteilnehmer erzielen. Einen Gewinn, welcher unter den branchenüblichen Gewinnmargen bei der Erwachsenenbildung liegt. Und dies nicht zuletzt, weil wir wissen, dass wir ein junges Publikum mit beschränkten finanziellen Mitteln ansprechen.
Mit freundlichen Grüssen
Fahrzentrum Lyss AG
Silvio A. Barfuss
Delegierter des Verwaltungsrates